Von der Wertigkeit des Nichtigen

Das Zeichnen ist das „Neue Sehen“

Sei es wie es will, wer mit Scheuklappen durch die Welt geht, sein Denken, Handeln und Sinnen nur immer auf ein Ziel richtet; sein Schritt stracks richtet und mit Vehemenz den Einen vor den Anderen setzt; nicht Links und Rechts kennt; nicht Freund noch Feind; der ist vor der Welt erfolgreich, geschätzt und bewundert: Doch in meien Herzen nur verachtet und bemitleidet; denn

… wie schön ist es doch seine Umwelt zu sehen und zu beobachten; den VogelsaNg zu hören, das Aufrichten der Blüten zu bewundern; den Gang der Schnecke zu verfolgen; kurz dass, was die Welt Müßiggang nennt, das Flanieren; oder auch das „chillen“ – merkwürdig nimmt sich hier der Anglizismus aus – kurz das Gegenteil des „Schaffe – Schaffe“

.. Und wie nun kommt es zur Überschrift – klar, wer sich mit etwas beschäftigt, es beobachtet, detailliert und seziert, um es zu zeichnen, der sieht hin und versucht die dreidimensionale Welt auf den Klecks 2-D-Papier festzuhalten und kommt nicht umhin, ein Abbild des Seins zu schaffen, wahr oder nicht, nah oder fern, gut oder böse … aber es entsteht Etwas!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.