Côte d’Azur – Nizza – Cannes (Teil 2)

Es waren nur 5 Tage an der Côte d’Azur , nicht mehr als ein Schnupper-Trip. Ich bin wie alle anderen Touristen von der Gegend mit offenen Armen empfangen wurden und habe ein Ahnung von der Unbeschwertheit des Lebens an der Französischen Südküste erlebt. Natürlich ist Geld zu haben ein glatter Vorteil. Ich habe nur die durchschnittliche Anzahl von Obdachlosen und Bettlern erlebt, wie sie für die Größe dieser Stadt normal und um den Bahnhof oder vor Kirchen und öffentlichen Plätzen üblich sind. Und natürlich ist der multikulturelle melting pot auch dort nicht anders, dennoch waren an öffentlichen Plätzen wie den Stadtpark , die Promenade du Poillon, normale einfache Einwohner von Nizza und migrierte Minderheiten in einfachen aber ordentlichen Verhältnissen harmonisch zusammen. Und dazwischen die Kinder, ausgelassen springend und jubilierend auf der Fläche mit den Wasserfontänen, die aus dem Boden sporadisch aber zyklisch hervorschossen, und zur Freude der Jüngsten die Hitze des Tages minderten.

Das ist auch das bleibt, dieser Eindruck, diese Gemeinplätze, Klischees – die ewige Sonne, das wunderbare Essen, Feiern ohne Ende. Natürlich – als Tourist brauche ich nur meinen Körper durch die Gassen von einer Sehenswürdigkeit zur anderen schieben, bin an keine Termine gebunden und scheue Strapazen. In der Sonne ist die bloße Existenz quälend genug.

Wie es auch sei, im Gegensatz zu Deutschland ( MEIN Fleck, den ich kenne) spielt das öffentliche Leben eine größere Rolle. Vielleicht müssen die Leute aus ihren beengten Buden heraus und zelebrieren im Freien, begünstigt – natürlich- durch das Klima und der vita mediterrane.

Wir fuhren im Reisebus mit Air Condition nach Cannes, der Perle an der Südküste. Es nützt nichts, die Augen zu schließen und sich vorzustellen, das Cannes noch vor einiger Zeit ein kleines Fischerdorf war. Noch mit geschlossenen Augen kann man das Stimmengewirr der Jet-Set-Generation , den Verkehr einer Großstadt und die Geräusche des Hafens hören, ja den Reichtum riechen , wie das Vibrieren des Lifestyles aus den Hochglanzmagazinen.

Sonne, Wasser und Yachten

Daher bog ich vom Hafen gleich ein, ging Nebenstraßen hoch und in Richtung des Berges schnurstracks hunderte Treppenstufen geradewegs zum Himmel. Oben war es malerisch. Unbekannte Blüten hingen im Raum, rote, orange, gelbe, blaue, purpurne… Ich ging eine Straße an einer Mauer entlang und kam an den Fuß des Kastells.

Die Mühen haben sich gelohnt

Stolz regt sich die Burg über den Hafen, mächtig ihre Mauern, gewaltig ihre Türme. Im Innenhof waren Vorbereitungen für ein Fest im Gange. Ich freute mich über den Ausblick, ergatterte eine leere Bank und begann zu zeichnen.

Original und …

So wie eine Foto nur ein Anhaltspunkt, eine Erinnerung ist, die NIEMALS die Wirklichkeit einfangen kann, so ist mir die Zeichnung ein Depot des Momentes. Man müsste eine langen Film drehen, um die Gegend, die Stimmen , den Wind und das Wanderns des Lichtes zu einzufangen, aber es fehlt das Fühlen und die Gerüche. Merkwürdig- bei meinen Zeichnung ist das alles wieder da. Doch es funktioniert nur bei mir. Macht ihr doch euer eigenen Kram!

Wenn ich ehrlich bin, war die Situation weit entfernt von einem Filmreifen Plot. Entweder waren um mich selbstbewusste, aufdringliche asiatische Touristen, die nur die beste Standort für ein Selfie suchten, allein oder in Gruppen sich gegenseitig abblitzend, oder aber regionale Familien, mit beängstigen vielen und doch sehr jungen Mitgliedern, die wiederum nur den Platz wollten und ihre Verrichtungen unter lauten Singsang umständlich und extra theatralischen Gebaren wie Rituale vollzogen. Das ist aber das Lose des Pauschaltouristen und wen es mir nicht passt, dann kann ich mir doch ein Schloss kaufen!! Zuhause habe ich doch eins!

Ich wagte den Abstieg zum Hafen, ging die Promenade entlang ohne auf die Yachten zu blicken und suchte eine Treppen-AUFGANG. Jedes Jahr im Mai versammeln sich dort die Besten der Reichen und Reichsten der Besten. Wenn die Filmfestspiele in Cannes sind l die berühmtesten und größten von Frankreich, ist der Ort im Ausnahmezustand,und die Hotelpreise auf dem Mond. Da aber mich dieser Rummel seit meiner Jugendzeit und den Artikeln im DDR-„Filmspiegel“ verfolgt, wollte ich diese Treppe sehen. Plötzlich sprach mich eine Frau im mittleren Alter an und enttarnte sich als Mitglied meiner Reisegruppe. Ich erzählte ihr von meinem Traum. Sie war sofort ebenso wild darauf, ein Selfie vor der Treppe zu schießen. Gemeinsam gingen wir um den Klotz, der uns als Zentralkino vom Reiseleiter vorher benannte wurde. Und wirklich, kaum halb um den Bau herum -in Straßennähe- war eine Treppe. Fand sie etwas mickrig und dazu waren die Poller zur Straßenseite fest montiert und damit ungünstig zu entfernen für eine Woche Festbetrieb. Egal , sie fand es gut , blitze und ging.

Allein gelassen schaute ich, der Sache nicht trauend, doch noch ein Stück weiter zu gehen und zu sehen, was war um den Block und keine 40 m weiter – voila – die Treppe. Diesmal war sie es unverkennbar und der Verweis auf das Kino war in großen Letter über den Toren zu sehen, daneben ging es zum Retro-Film von Sergio Leone..“ Das war die Treppe die ich im TV immer sah, die die Stars herauf stolzierten und zur Straße hin waren Zement-Poller, leicht mit einem Stapler wegzuräumen.

Ja, das ist die Gangway – alles passt!

So gibt es immer eine kleine Geschichte von jedem Ort, die das Gefühl überspielt, eigentlich nichts erlebt zu haben. Selbst der Wunsch am Strand in einem Liegestuhl zu fläzen, neben mir ein kühles Getränk meiner unbestechlichen Wahl – selbst diese Vorstellung reicht nicht bei dem Gedanken dass 365 Tage im Jahr machen zu müssen. Ja aber EINMAL- naja, wem es beliebt!

Der letzte Ort, am Abreisetag war Antibes. Die blanke Wiederholung – Palmen, Hafen, alte Mauern, Gassen, Sonne + Hitze. Und doch war es hier anders. Wir kamen recht früh am Samstag an und ich ging sofort ins Kastell – dem heutigen Museum von Picasso. Ich habe von ihm schon vieles gesehen und vielleicht auch Spektakuläreres, aber die kleine Schau versuchte uns nahezubringen, wie Picasso auf Einladung einige Zeit seines Lebens, mit neuer Liebe, verbrachte. Nun gibt es sehr viele Exponate von Picasso,(und einige entstehen für den Kunstmarkt noch heute lange nach dem Tod des Künstlers!), man meint schon alles gesehen zu haben, aber dennoch gibt es Stücke die mich rührten und berührten. Wie in Frankreich üblich musste ich meinen Rucksack zu Kontrolle öffnen, der kurpulente Wachmann schaute nicht sehr interessiert sich den Inhalt an , ah L’éau(Wasser), Pencils, Camera- doch als er auf den Grund meines Sackes das unverkennbare Muster der Schale meiner Reise-Edelsalami erblickte, grunzte er fachmännisch und anerkennend , ob der guten Wurst als Marschverpflegung. Später wieder auf dem Platz war es klar – ein riesige überdachte Markthalle gefüllt mit allem Lukullischen, Gesottenem und Gebratenen, mit Leckeren vom Fass , vom Feld und von der See.

Ah, hier war ein Ursprünglichkeit jenseits vom Tourismus und ich spürte dieser Wochenmarkt ist keine Show, das ist Authentisch.Da mein Rucksack gut gefüllt war kaufte ich nur ein Baguette und nahm Abschied von Antibes.

Der Abend der Heimfahrt kam. Zwei Stunden vor Mitternacht sollte uns der Bus hier auflesen und nach Deutschland zurück tragen. Noch war es nicht soweit. Ich saß im Park über den Fluss von Nizza, der Promenade du Poillon de und beobachtete die Leute, die Kinder beim Tollen und Brausen und zeichnete. Es war so eine Harmonie, glücklich spielende Kinder, Eltern die stolz Selfies machten, Senioren die das Treiben gutmütig kommentierend beobachteten, Gruppen von Migranten, die sich unterhielten und ihr Picknick konsumierten, Touristen, die neugierig um herliefen.

Zudem war eben gerade das Nizza Jazzfestival gestartet und trotz der Aufbauten gut zu hören und mit etwas Glück konnte man auch ein Stück von der Leinwand einsehen. Am Tag meiner Ankunft spielte Neneh Cherry (oh Schade, war zu müde) und später Black Eyed Pieces ,war heute ein Afro-Jazz-Musiker am Mikrofon, dessen tolle Stimme und die Band wundervoll kraftvolle Rhythmen in die lauwarme Sommernacht schickten.

Trotz Eingrenzung draußen gut zu hören.

Es war Zeit zu fahren. Am nächsten Morgen war ich im nassen, kalten Deutschland und sagte mir, och, du ( ich duze mich nämlich) dass machste mal wieder.!

Côte d’Azur – (Teil 1)

Fünf Tage an der Küste Südfrankreichs unter der mediterranen Sonne. Fünf Tage um eine Ahnung von dem Leben als Pauschal-Tourist der Kategorie <null Acht Fünfzehn> an den Traumorten der Côte d’Azur, der himmelblauen Küste, zu bekommen und natürlich … Lust auf mehr!

Mit einem Kölner-Busunternehmen bin ich in Nice/France – Nizza, mit einer Reisegruppe angekommen und getarnt als Tourist besuchte ich in vier Tagen die Orte in der Nähe entlang eben dieser himmelblauen Küste.

Am ersten Vormittag war Aufbruch nach Osten – Richtung Italien. Die Route entlang der mittleren Corniche – der Küstenstraße – streifte zuerst den Bergsiedlung von Èze, eine Burg mit botanischen Garten und diversen Galerien ortsansässiger Künstler. Dieses „Adlernest“ lag nicht nur auf unserer Route, nein wir teilten uns den steilen Aufstieg mit vielen anderen Touristengruppen, die aufgeregt in diversen Zungen kommunizierten und die schmalen Stege und -naturstein Treppen fluteten.

Um so mehr erstaunte mich der Anblick einer Tafel, der den Wanderweg Friedrich Nietzsches anzeigte, der hier im 19. Jahrhundert eine ruhigere Zeit verbrachte. Kaum zu glauben: In seinem einstigen Wohnhaus in Naumburg, dem heutigen Museum, bestaunte ich eine Europakarte mit seinen Reisezielen, die er wegen seiner angeschlagenen Gesundheit zu Kurzwecken aufsuchte und ich verglich sie mit den Orten die ich besucht hatte. Meine Reiseziele waren naturgemäß weniger und mehr in den Metropolen verortet und ich dachte nicht im Traum daran, jemals seine Wege zu kreuzen. Ich sollte mich täuschen.

Weiter auf dem Weg nach Monaco.

So wie der Übergang nahtlos von der EU ins Fürstentum gleitend von Statten ging, so überzeugte der Anblick der die Berge gebauten Wohnpaläste, der Penthouses und Terrassensiedlungen durch eine Spur mehr Gediegenheit und Luxus,mehr vornehme Exaltiertheit und bodenständiger Snobismus, als die mit Superjachten voll gestopften Côte Azur-Häfen es ohnehin schon taten – hier wohnt das GELD!

Und wenn schon der kleine Park zwischen Meeresmuseum und Kathedrale 3 Park-Ranger, 2 Gärtner und diverse Angestellte für die Sauberkeit im öffentlichen Raum beschäftigte, liegt die Vermutung nahe, hier möchte man Zucht und Ordnung haben und keine skandalösen Zustände wie jenseits des Paradieses.

Ich gebe zu, es ist schön und man fühlt sich als Privilegierter in dieser Welt, wo nur die Abstammung oder das Einkommen zählt. Dennoch regt sich der tiefe Groll und der unbeugsame Widerstand gegen diese so obszön zur Schau gestellte Anhäufung von Reichtum, die mich erst in Monte CARLO erwartete, wo eine Luxuswagen hinter dem anderen die illustren Gäste in das Casino chauffierte.

Ja es wogt in mir der Volkszorn über solch krasse Darstellung von Besitz und Reichtum, den mir in einfachen Verhältnisse aufgewachsenen und durch ehrliche Arbeit grundlos arm gebliebenen beim Anblick der Ferraris, Lamborghinis, Maseratis, Benz und was weiß ich noch in den Sinn kam und dennoch stehe ich sozial weit über den Menschen, die mich täglich, und das besonders jenseits dieses goldenen Käfigs, um eine milde Gabe anbettelten und die Nächte in der Gosse verbrachten.

Genug von perversen Schauspielen der Wenigen (von der Weltbevölkerung) die fast alles auf der Welt besitzen, genug und zurück zu der famosen Landschaft und den freundlichen Bewohnern, die ich dankend kennengelernt habe.

Aber natürlich ist dieses Schauspiel attraktiv und alle Welt will hierher , das sehen und mitspielen. Kaum einer interessiert sich für die schöne Landschaft, diese üppige Botanik oder gar den soziokulturellen Aspekt, nein alle folgen dem Ruf des Geldes. Auf dem kurzen Weg durch einen wunderschönen Park mit blühenden exotischen Pflanzen und riesigen Palmen bemerkt ich ein junges Mädchen mit brauner Haut, dass im Schatten auf der Treppe saß, an ihren Koffer gelehnt und wartete. Sie musterte alle Passanten kurz, Hoffnung blitze kurz in ihren Augen , bis sie sich wieder enttäuscht abwandte. Na auf was oder wen wartest du?, fragte ich mich, ohne mich in Reihe der Möglichkeiten zu platzieren.

Ich habe meine Frieden auf der Terrasse von Starbucks gefunden. Mitten in der Gluthitze ein schattigen Platz mit einem Drink, der meinen Namen trug. Das war so kurios. Ich hätte nicht im Traum daran gedacht, dass ich außer eine Menge Geld beim Bestellung eines Eiskaffees auch meinen Namen angeben sollte. Verdutzt sagte ich kurz „Caro“. Jetzt war es an dem jungen Mädchen hinter der Theke sich zu wundern, hatte sie als echte Französin so was nicht erwartet und schrieb mit dem Stift „Ayou“ auf den Plastikbecher, der mal mein Eiskaffee beherbergen sollte. Dann ging der Becher einen geheimnisvollen Weg hinter einer großen Maschine entlang und nachdem eine zweite junge Französin die anstehenden Bestellungen an Hand des aufgeschriebenen Namens zustellte, ja da kam auch mein Getränke und das junge Mädchen blickte lächelnd auf das Geschriebene und erblasste: „Ohoo, C’est quoi?Awow?“ „Ist schon gut – ist der Meinige“ . Glücklich vereint mit meinem kalten Wunschgetränk suchte ich mir einen schattigen Platz in einem Korbstuhl mit Blick auf den Hafen.

Ich schaute direkt auf eine Baustelle mit vielen Kränen, Baggern, schwitzenden Arbeitern und Ingenieuren. In den fast 2 Stunden, die da saß und meine Kaffee schlürfte, ging der große Schiffskran immer hin und her und bewegte zentnerschwere Steine aus einem Riesencontainer auf eine Stelle, die ich nicht einsehen konnte, sicher aber der Hafenrand bzw. die Mole oder Damm war.

Und in dem Riesencontainer war ein kleiner Bagger, der Steine sortierte und verschob. Wie gesagt, keine Pause in der ganzen Zeit, obwohl es hier im Schatten schon über 30 Grad war und dort in der Führungskabine bestimmt das halbe Hundert. Zudem war der kleine Bagger wie ein Insekt gegen den großen Ausleger des Schiffskran, der ihm beängstigend nah kam, wenn er wieder in den Container ein bog, um eine neue Fuhre Felsbrocken zu holen.

Himmelbau – Azure – der Himmel und die See

Es war Zeit zurückzukehren, die Menge zu treffen und mit dem Reisebus zurück zum Hotel nach Nizza zu fahren. Dieser Müßiggang hatte mir gefallen und meiner Pflicht Urlaub zu haben war genüge getan. Jetzt am Nachmittag war das Leben ehe etwas träger und gelassener. Am Park bewunderte ich die vielen Säulchen, die den Handlauf die Freitreppen hinauf stützen. Und ich staunte nicht schlecht, als merkte, dass sie aus rotem Marmor waren. Luxus – pur.

Langsam steig ich die Stufen hinauf, fotografierte scharlachrote, sonnen gelbe und zart bläuliche Blüte, mächtige und stolze Palmen und Pinien, da erblickt ich sie wieder, das wartende Schokoladen- braune Mädchen. Und es berührte mich – ihr Warten und Ausharren, ihre Hoffnung, Ihre Zuversicht und in der Hand das Mobiltelefon, das nicht klingelte.

Ich hatte nun mein eigenen Termin und musste gehen, sollte ich meine Gruppe verpassen, könnte ich mich gleich zu ihr stellen, aber soweit waren wir noch nicht. Noch lange nicht.

Am nächsten Tag stand St. Tropez auf dem touristischen Speiseplan. Im Reisebus zeigte Reiseleiter Niko einen alten Film mit Louis de Funes: Gendarm von St. Tropez (Le gendarm en balade). Obwohl ich mich eigentlich dagegen sträubte, zog mich dieser alte Klamauk wieder in seinen Bann und mich musste herzlich über die Grimassen und die Gags lachen.

Der Ort selbst zeigte am Hafen zunächst das übliche Bild: Eine Luxusjacht neben der anderen; eine teurer als die andere. Natürlich ist hier alles auf den Tourismus ausgelegt. Ein Restaurant neben dem anderen versucht die Passanten einzuladen,dazu Eisläden, Boutiquen, Bars usw. alles rund um den Yachthafen.

Wer reich soll es auch zeigen.

Unerwartet fand ich das kleine Musee de l`Annonciade, direkt in der Innenstadt. Und zu meiner Freude war gerade eine Ausstellung der Neo-Impressionisten Georges Serault( Erfinder des „Pointilismus“), Paul Signac, ( Co-Erfinder) und Eugène Delacroix zu sehen. In dem kleinen, feinen Museum waren die Gemälde thematisch gehängt und zweisprachig erläutert.

Das Musee de l`Annonciade

Meine Aufenthaltszeit reichte leider nicht den ganzen Ort zu erkunden. Ich ging dem Hafen entlang nach Westen, dann im Ort in Seitenstraßen und kam ziellos, aber glücklich auf den Places des Lices. Ein angenehmer Ort zum Entspannen mit vielen Bänken, einem Brunnen und Schatten spendenden Platanen. Ich hielt kurz Rast, aß mein Baguette mit Käse , dazu Quellwasser von S.Pelligrino und war mit mir zufrieden.

Places des Lices, angenehm im Schatten.

Und dann ging ich durch kleine Gassen, vorbei an kleinen Läden, begegnete kleinen Leuten und nach einer kleine Weile und zwei bis drei Navigationskorrekturen fand ich auch den Platz mit dem Gendarmen-Museum, ohne Louis de Funes.

Durch die kleinen Gassen von St. Tropez

Diese Hausfront kenne ich seit meiner Kindheit, meiner Pubertät, als ich rechts vom EISERNEN ZAUN per TV in den Westen schaute, wie Louis de Funes und Kollegen als Gendarmen Jagt auf die Nackten in St. Tropez machten. Ich erinnere, dass diese Filme auch in den DDR-Kinos kamen, analog den Streichen der „Olsen-Bande“.

Hut ab, es war cool. In einem Laden sah ich ein Schild und es war wie ein Geständnis und ein Hilfeschrei: „I love l’hiver“ (Ich liebe den Winter). Ja dann, dann sind sie wieder unter sich und sicher vor den Touristen. Dann ist wieder Ruhe…

Fazit

Wie ich auf einer Karte später feststellte, habe ich von St. Tropez vielleicht 8 Prozent gesehen. Mehr war für mich nicht drin, in zwei ein halb Stunden. Wieder ein Ort, den ich angenehm in Erinnerung behalte. Und wie jedes mal sage ich mir : Es muss nicht das letzte mal gewesen sein…